Sommer 2015: Endlich halten wir unsere Abschlusszeugnisse in der Hand. Vor uns liegt die Zukunft, hinter uns 13 Jahre Schule.

Uns: Das sind Helene, Joe und ich. Uns verbindet nur, dass wir in der gleichen Klasse auf der Waldorfschule in Dresden waren. Nach diesem heißen Julitag trennen sich unsere Wege.
Kopf, Herz und Hand
Die Idee der Waldorfschule ist, einfach ausgedrückt, ganzheitliche Bildung. Kopf, Herz und Hand sollen gleichermaßen angesprochen werden. Deshalb ist jede Schulwoche nach diesem Prinzip organisiert. Es gibt Fächer für den Kopf, wie Mathematik und Geschichte. Sprachen werden mit dem Herzen gesprochen, und beim Schreinern, Handarbeiten oder Gärtnern können sich die Hände betätigen.
In der Schule wurde Gemeinschaft großgeschrieben, Noten gab es erst spät. Als Kinder haben wir keine Nummern bekommen für unsere Leistungen.
Waldorf im Gepäck
Ich habe mich gefragt, was von dieser Bildung im Leben nachklingt. Im Sommer 2019 habe ich mich mit Helene und Joe getroffen, und sie über ihr Leben nach dem Schulabschluss gefragt.
Herausgekommen ist ein Feature über drei junge Menschen, die Waldorfschule und Utopien.